Die Knechter aus Beijing sperren nach Facebook und Twitter nun auch Skype. Genauer gesagt: Alle über ausländische Internet-Dienste geführten Telefongespräche. Ausgenommen sind natürlich die staatlich kontrollierten Firmen China Unicom und China Telecom, doch auch hier soll es Beschränkungen geben, wie die britische Zeitung The Telegraph berichtete.

Grund: somit kann der enorme staatliche Zensurapparat die 1,3 Milliarden Chinesen unter Kontrolle halten. Wer einmal in China war, weiß, wie nervig die Zensur ist: die normalen Kommunikationsmethoden der westlichen Welt sind aufeinmal nutzlos. Wer clever ist, sorgt natürlich vor, und wählt sich über ein VPN ein. Doch nicht immer will man diesen Aufwand betreiben. Doch es gibt auch positive Effekte: die Spam-Mails werden drastisch reduziert. Doch man weiß nie, welche andere Mails der chinesische Zensurapparat noch gelöscht hat.

Weiterer Punkt: Skype ist eine infoffizielle Kontaktbörse, mit der Chinas Mädchen mit Ausländern in Kontakt kommen. Wer in seinem Skype-Profil für  Land China, Stadt Shanghai und Sprache English angibt, kann sich vor Anfragen chinesicher Mädels kaum noch retten. Den Knechtern aus Beijing dürfte dies ebenfalls ein Dorn im Auge sein.

Die Zensur in China soll wohl vorallem einem Ziel dienen: soziale Unruhen zu vermeiden und den Weg zu einer harmonischen Gesellschaft ebnen. Ein Ziel, welches dem asiatischen Wertekanon entspringt und deshalb auch in der Bevölkerung Fürsprecher findet. Denn nichts fürchten Knechter wie Geknechtete mehr als Chaos.