Mitte der Neunziger Jahre bot sich dem Kinogänger ein trostloses Bild in Sachen Horror. Wo noch in den achtziger Jahren High School-Kids und andere Unschuldige in NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME („A Nightmare On Elm Street“), HALLOWEEN – DIE NACHT DES GRAUENS („Halloween“) oder FREITAG DER 13. („Friday the 13th“) vor großem Publikum um ihr Leben fürchten mussten, hatten sich die Reihen eine Dekade später durch zahllose Fortsetzungen totgelaufen oder führten ein undankbares Dasein in den Regalen der Videotheken. Doch Tot- geglaubte leben nicht nur im Slasher-Film länger – und so erlebte das Genre ab dem 20. Dezember 1996 eine vollkommen unerwartete Wiederauferstehung. An jenem Tag trat SCREAM erst in den US-Kinos, dann weltweit seinen Siegeszug an. Regisseur Wes Craven hatte mit Filmen wie DAS LETZTE HAUS LINKS („The Last House on the Left“) oder NIGHTMARE – MÖRDERISCHE TRÄUME schon in den vorangegangenen Jahrzehnten Kino-Geschichte geschrieben. Nun revolutionierte er mit seinem Drehbuchautor Kevin Williamson das Horror-Genre letztlich im Alleingang.

Inzwischen startete der Film Scream 4 in den meisten Ländern der Welt. Einer unser Redakteure konnte den Film bereits in England sehen. Die Rezension kommt ohne Spoiler aus.

Kurzrezension: Zehn Jahre mussten die Fans von "Scream" warten, um eine Fortsetzung zu sehen und man kann sagen, dass sich das Warten gelohnt hat. Der Film setzt die Geschichte gut durchdacht fort. Das alte "Scream"-Feeling kommt  von der ersten Minute an auf. Der Film steigt mit einer spannenden Eröffnungsszene ein. Wie bereits in Teil 1-3. Die ist auch im vierten Teil gut gelungen, obwohl es bereits bessere Ideen gab. Anschließend steigen wir sofort in die Handlung ein. Wie bereits bekannt, kehrt Sidney in ihre Heimatstadt zurück. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche Buchautorin. Es ist absolut toll, die alten Charaktere wieder zu sehen. Die Musikuntermalung ist wie gewohnt. Man merkt kaum, dass sie zehn Jahre weg waren. Auch die anderen Darsteller spielen ihre Rollen gut. Überraschend sind die vielen Witze, die es in den vorherigen Filmen kaum gab. Kurz bevor der Mörder zusticht, gibt es immer eine witzige Szene. Dennoch bleibt der Film von der ersten Minute an spannend. Wes Craven macht im Verlaufe des Filmes unglaublich viele Anspielungen auf den ersten Teil. Jeder Fan erkennt dies sofort. Das Finale wurde spannend inszeniert, denn wohl kaum einer rechnet mit der Auflösung. Es war nicht zu erahnen, wer letztendlich der Killer ist. Das Team hat großartige Arbeit geleistet, denn auch die letzten fünf Minuten sind anders, als in den bisherigen Filmen. Bei einer Altersfreigabe von 16 kann man dennoch sagen, dass der Film einer der brutalsten der Reihe ist. Die Morde sind unglaublich gut umgesetzt und schocken den Zuschauer. Das Comeback kann man als sehr gelungen ansehen. Die ersten Fans sprechen bereits vom besten "Scream" seit Teil 1. 

 

In Deutschland startet der Film am 5. Mai 2011.

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